BMW will im Elektromarkt zurückschlagen

BMW will im Elektromarkt zurückschlagen

Freitag, 30. Juni 2017Lesezeit: 2 Minuten

Tesla bedroht die Autoindustrie mit seinen Innovationen, doch BMW will mit einem elektrischen 3er-Modell zurück zu alter Dominanz finden.

In Sachen Marktkapitalisierung wurde BMW bereits vom neuen Konkurrenten Tesla eingeholt. Da die Börse jedoch die Zukunft wiederspiegelt, wolle man in München aber keinen Markt an das junge Unternehmen abgeben und langfristig gesehen nicht ins Hintertreffen geraten: So werde man auf der Automesse IAA ein komplett elektronisches 3er-Modell vorstellen. So wolle man Teslas Model 3, welches sich bereits in der Produktion befindet und auf eine sehr ähnliche Zielgruppe abzielt, Paroli bieten. „Wie werden Tesla das Feld nicht überlassen", sagte ein Unternehmenssprecher.

 

i-Reihen-Pleite durch Innovation und Geduld ausbügeln

 

Zuletzt musste der deutsche Autohersteller sich eingestehen, dass man die jungen Konkurrenz aus Kalifornien eventuell unterschätzt haben könnte. Lange dachte BMW man sei mit der aufwendig produzierten i-Reihe ein Vorreiter im elektronischen Markt. Im Hinblick auf die direkte deutsche Konkurrenz mag das gestimmt haben; mit 150 Kilometern brachte die erste Version des "i3" jedoch nicht einmal ein Drittel der Reichweite des Tesla 2 zustande. Dies spiegelte sich auch in niedrigen Verkaufszahlen wieder, und das obwohl die Entwicklungskosten immens waren. Daher ließ CEO Krüger auch gleich nach seinem Amtsantritt den Bau des größeren „i5" auf 2021 verschieben. Das Auto solle jedoch gleich selbstfahrend sein und als „inext" betitelt werden.

Des Weiteren sollen 2021 neue Batteriegeneratoren und eine neue Fahrzeugarchitektur eingeführt werden. So solle ermöglicht werden, dass jedes Modell in jeder BMW-Fabrik entweder mit Verbrennungs-, Elektro-, oder sogar Wasserstoffmotor verbaut wird. Dies erlaubt den Münchnern eine enorme Flexibilität um auf die jeweilige Nachfrage in der Zukunft reagieren zu können.

 

Zurück zu alter Stärke

 

Die Ziele des deutschen Branchenprimus sind hoch gesteckt: 2025, plant man, solle jeder vierte verkaufte BMW, also ungefähr 600.000 Stück im Jahr, elektronisch fahren. Trotz des Wandels verspricht der BMW-Chef seinen Aktionären jedoch eine acht bis zehn prozentige Rendite . Dies wären mit die besten Werte der gesamten Branche. Die tatsächliche Entwicklung bleibt jedoch abzuwarten.

Im letzten Geschäftsjahr konnte der Autohersteller bei EUR 94,2 Milliarden Umsatz einen Gewinn von EUR 6,86 Milliarden verbuchen. Die Krone um die meistverkauften Autos in der Premiumbranche musste BMW 2016 trotz eines Rekordwachstums von 5,2 Prozent jedoch an seinen Erzrivalen aus Stuttgart abgeben: Daimler konnte mit 2.083.900 Einheiten rund 80.500 mehr Autos verkaufen.

 

Derzeit notiert die BMW-Aktie mit einem KGV von 7,25 um EUR 81,3 und weist eine Marktkapitalisierung von EUR 51,89 Milliarden auf. 12 Bloomberg-Analysten setzen das Wertpapier auf BUY, 17 auf HOLD und fünf raten zu SELL. Sie setzen das durchschnittliche Kursziel mit EUR 91,48 rund 12,4 Prozent über den derzeitigen Marktpreis.

 

Da der weitere Kursverlauf der Aktien von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

 

 

 

Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des o.g. Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

 

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

24.01.2020 00:15:41

 
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