Blockchain: Die Revolution der Nahrungsmittelversorgung

Blockchain: Die Revolution der Nahrungsmittelversorgung

Donnerstag, 31. Januar 2019Lesezeit: 2 Minuten

Aufgrund der verworrenen Verarbeitungs- und Lieferkette konnten die Hintermänner des Pferdefleischskandals, der 2013 Europa erschütterte, erst 2017 ausfindig gemacht werden. Das auf der Blockchain-Technologie basierende kooperative Netzwerk «IBM Food Trust» nimmt die Problemstellung auf: Das Projekt will die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln garantieren und kann bereits einige weltberühmte Teilnehmer vorweisen.

Das Fallbeispiel

Der Pferdefleisch-Skandal erschütterte 2013 Europa, als ans Licht kam, dass in diversen Fertigprodukten statt des ausgewiesenen Rindfleischs Pferdefleisch verarbeitet worden war. Betroffen waren fast alle großen Supermarktketten quer durch Europa, doch der Ursprung konnte lange nicht ausgemacht werden. Zu verworren war die Produktions-, Verarbeitungs- und Lieferkette. Erst 2017 konnten die Hintermänner des Betrugs gefasst werden.

Transparenz in der Nahrungsmittelversorgung

Genau hiergegen möchte «IBM Food Trust» vorgehen: Mehr Klarheit in die komplexen Strukturen der Nahrungsmittelversorgung zu bringen und dadurch die Versorgungskette sicherer, effizienter und nachhaltiger zu gestalten, ist das erklärte Ziel des kooperativen Netzwerks. Durch den Einsatz der Blockchain-Technologie soll eine unveränderliche, gemeinsame Dokumentation der Herkunft von Lebensmitteln gewährleistet, sowie Transaktionsdaten und Verarbeitungsdetails gespeichert werden. Mit anderen Worten: Mit dem neuen Verfahren sollen vom Produzenten über den Verkäufer bis hin zum Endkunden alle Zugang zu einer breiten Palette an Informationen über jedes einzelne Produkt erhalten.

Weniger Abfälle, mehr Nachhaltigkeit

Die Vorteile einer transparenten Dokumentation der Nahrungsmittelversorgungskette liegen auf der Hand: Sollte es zu einem Vorfall, wie im eingangs erwähnten Beispiel, kommen, können Produkte unmittelbar zurückverfolgt werden. Kreuz-Kontaminationen, die Verbreitung von durch Lebensmittel verursachten Krankheiten, unnötige Abfälle und die wirtschaftliche Belastung von Rückrufen werden dadurch verringert. Die Blockchain-Technologie erlaubt darüber hinaus die Ermittlung ineffizienter Abläufe innerhalb der Lieferkette und hilft dadurch, die Qualität der Waren sicherzustellen und die Haltbarkeit zu maximieren.

Weltbekannte Projektteilnehmer

Einer der bekanntesten Teilnehmer des Projekts ist der Nahrungsmittelkonzern Nestlé. Bereits seit eineinhalb Jahren arbeitet das Unternehmen am Thema «dezentral geführte Datenbanken» mit. Nebst Nestlé engagieren sich auch andere Weltkonzerne wie beispielsweise Unilever und Walmart am Programm. «Die Blockchain-Technologie soll der Forderung der Konsumenten nach mehr Transparenz nachkommen», sagte Benjamin Dubois, der die Blockchain-Projekte bei Nestlé leitet, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. Als Option zur Datenerfassung werde der bereits verbreitete QR-Code geprüft, erklärte der Nestlé-Manager weiter. Auch von Seiten der Konsumentenschützer findet die Initiative Anklang: «Die Rückverfolgbarkeit bei Produkten entspricht einem starken Bedürfnis der Konsumenten», sagte die Generalsekretärin des Westschweizer Konsumentenverband Sophie Michaud Gigon.

Die Aktien im Überblick

Die IBM Aktie wird aktuell bei USD 134,19 (31.01.2019) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei USD 156,62 (31.01.2018), das Jahrestief bei USD 107,57 (24.12.2018). Bei Bloomberg setzen 7 Analysten die Aktie auf BUY, 12 Analysten auf HOLD und drei Analysten auf SELL. Das zwölf-Monats-Kursziel wird aktuell auf USD 142,83 gesetzt.

Die Nestlé Aktie wird aktuell bei CHF 86,32 (31.01.2019) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei CHF 86,84 (30.01.2019), das Jahrestief bei CHF 70,76 (26.03.2018). Bei Bloomberg setzen 17 Analysten die Aktie auf BUY, 11 Analysten auf HOLD und zwei Analysten auf SELL. Das zwölf-Monats-Kursziel wird aktuell auf CHF 89,65 gesetzt.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischer, branchenspezifischer und ökonomischer Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

22.01.2022 19:08:35

 
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