„Blockchain-Technologie – neue Geschäftsmodelle könnten wie Pilze aus dem Boden schießen“

„Blockchain-Technologie – neue Geschäftsmodelle könnten wie Pilze aus dem Boden schießen“

Montag, 26. März 2018 Autor Thomas RappoldLesezeit: 2 Minuten

Wie wird die Blockchain unser aller Leben verändern?

Wir leben im On-Demand-Zeitalter; Konsumenten erwarten die allge¬genwärtige Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen. Mit der Blockchain könnte diese Vision schneller Realität werden als gedacht, denn sie schafft Rechtssicherheit bei E-Commerce-Transaktionen. Jede Transaktion ist in einer Online-Datenbank verschlüsselt gespeichert und kann eindeutig zurückverfolgt werden.

Welche Industrien nutzen die Blockchain derzeit am stärksten? Mit welchem Ziel?

Die Finanzindustrie gehört zu den „Early Adopters“ der Blockchain. Insbesondere Banken, Versicherungen, aber auch Börsen setzen die Blockchain bereits ein oder evaluieren diese in konkreten Projekten. Verlockend dabei ist, dass die Blockchain die Abwicklung von Transaktionen bei deutlich geringeren Kosten beschleunigen könnte. An der Spitze liegt derzeit die Bank of America mit aktuell mindestens 43 Blockchain-Patenten – noch vor dem Technologiekonzern IBM.

Handelt es sich bei Blockchain also um die kommerzielle Ausprägung des Internets?

Das kann man so sagen, die Dimension der Technologie wird damit deutlich aufgezeigt. Die Blockchain-Technologie kann – richtig eingesetzt – die bisher fehlenden Technologieelemente wie vertrauenswürdige Identifikation, aber auch die sichere Abwicklung von Transaktionen liefern. Nun können Waren sicher über das Internet zwischen Menschen oder Maschinen transferiert werden. Neue Geschäftsmodelle könnten damit „wie Pilze aus dem Boden schiessen“. Das Internet der Dinge und Industrie 4.0 könnten große Profiteure der Blockchain werden.

Weshalb sollten mit ihr verbundene neue Geschäftsmodelle gerade jetzt Fahrt aufnehmen? Welche Rolle spielt der sogenannte Netzwerkeffekt?

Die Blockchain ist von der Struktur her dezentral aufgebaut. Damit erfüllt sie die Voraussetzungen für die dynamische Entwicklung der vierten industriellen Revolution ideal. Eine große Rolle spielt dabei auch das Thema „Open Source“. Eine Vielzahl der Blockchain-Softwares ist frei verfügbar und talentierte Programmierer treiben weltweit die Ent¬wicklung voran. Globale Akteure wie Accenture und SAP formieren zudem Blockchain-Konsortien, die für Branchenstandards sorgen.

Wenn die Blockchain so revolutionär ist, wie es den Anschein hat: Lässt sich das Potenzial für die Weltwirtschaft in Zahlen quantifizieren?

Das World Economic Forum rechnet damit, dass bereits im Jahr 2027 rund 10 % des weltweiten Bruttoinlandsprodukts über Blockchains abgewickelt werden. Bis 2022 könnte sich allein bei den Infrastrukturkosten der Banken ein Einsparpotenzial von 15–20 Milliarden US-Dollar ergeben. Accenture ermittelte in einer Umfrage unter CEOs, dass 84 % von ihnen davon ausgehen, dass sich dank der Blockchain für das Internet der Dinge neue Einnahmequellen im Bereich Services erschließen.

Wird womöglich das weltweite Bankensystem umgekrempelt?

Banken werden starke Marktplayer bleiben. Insbesondere dann, wenn sie die Blockchain-Technologie frühzeitig in ihre Geschäftsprozesse integrieren. International renommierte Banken formieren Konsortien und schaffen Branchenstandards für die jeweiligen Bank Dienstleistungen. Finanzstarke und technisch versierte Banken wie beispielsweise die Bank of America könnten profitabler werden und damit auf der Gewinnerseite sein.


Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Indice von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Indice kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. Anleger sollten beachten, dass es sich bei Turbo-Optionsscheinen und Mini Futures um besonders risikoreiche Instrumente der Vermögensanlage handelt.

14.11.2019 12:12:09

 
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