Bitcoin, Ether, XRP, Litecoin und mehr – Aktuelle Kryptonachrichten

Bitcoin, Ether, XRP, Litecoin und mehr – Aktuelle Kryptonachrichten

Montag, 2. September 2019Lesezeit: 3 Minuten

Es tut sich viel in der Welt der Kryptowährungen. Neben den ersten physisch gedeckten Bitcoin Futures überhaupt wird nun über die Einführung von Bitcoin ETFs entschieden. In der Schweiz haben zwei neue Bitcoin Start-Ups nun eine Banklizenz erhalten. Litecoin und Bitcoin machen mit ihren «Halvings» Hoffnung auf mögliche Kursgewinne. Ethereum arbeitet an einer Lösung des bekannten Skalierungsproblems und XRPs Handelsvolumen steigt durch neue Kooperationspartner weiter an.

Kryptowährungen finden immer mehr den Einstieg in «regulierte Märkte»

Der Kryptomarkt schaut auf die Handelsplattform «Bakkt» und seine Bitcoin Futures: Nach einigen Verzögerungen begann im Juli die Testphase von Bakkt an der New Yorker Intercontinental Exchange (ICE). Kurz darauf haben die Entwickler die behördlichen Genehmigungen erhalten, um physisch gedeckte Bitcoin-Futures-Kontrakte einzuführen. Der offizielle Start der Plattform soll im September erfolgen. Bakkt ist der erste Anbieter von Futures, die Bitcoin physisch liefern kann.

Zudem wird im Oktober die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) über die Zulassung der ersten Bitcoin Exchange Traded Funds (ETFs) entscheiden. Nach der Beantragung der «Bitwise Bitcoin ETF» und der «VanEck/SolidX ETF» hat die SEC ihre Entscheidung über die ETFs wiederholt verschoben. Wenn einer der beiden Bitcoin ETFs zugelassen wird, könnte dies von der Bitcoin-Gemeinschaft als bullisches Zeichen gesehen werden.

«Kryptonation» Schweiz?

Facebook’s digitale Währung Libra hat bei den US-Behörden zu Skepsis geführt. Facebook hat 2,7 Milliarden Nutzer – genug, damit Libra ernstzunehmender Wettbewerber für das Finanzsystem werden könnte. Die Schweiz hat hingegen eine konträre Position eingenommen. Ihr Ziel ist es, die «Krypto-Nation» zu werden, die Blockchain-Start-ups fördert und Barrieren zwischen digitalen und Fiat-Währungssystemen beseitigt. Davon könnte das Finanzsystem als Ganzes profitieren. Die Finanzaufsicht Finma erteilte den Blockchain-Dienstleistern «Sygnum» in Zürich und «Seba» in Zug, einem Partner von Julius Bär, die Genehmigung zum Bank- und Handelsgeschäft.

Krypto-Banking kann eine gesunde Herausforderung für konventionelles Banking darstellen. Es ist daher sinnvoll, Krypto-Finanzierungsspezialisten in die regulatorische Aufsicht zu überführen.Dies strebt die Schweiz an. Facebook’s Pläne für Libra haben zu einer Konfrontation mit den Regulierungsbehörden geführt.Ob dies Einfluss auf den Innovationswillen haben könnte, bleibt abzuwarten.. Auch die chinesische Zentralbank hat an einer eigenen Digitalwährung gearbeitet – um auf Facebook Libra zu reagieren.

Halvings als Preistreiber?

Kryptowährungen wie Bitcoin und Litecoin haben einen eingebauten Automatismus, das sogenannte «Halving», der vor Inflation schützen soll: Bei der Generierung der Coins erhalten die Miner eine Belohnung in Form von neu geschürfter Coins. Diese Belohnung wird jedoch alle vier Jahre um die Hälfte geringer. Somit soll die maximale Anzahl der Coins begrenzt werden. Bitcoin wird Mitte 2020 zum dritten Mal die Blockbelohnung halbieren, so dass die Anzahl der neu geschürften Bitcoins von ihrem derzeitigen Wert von 12,5 pro Block auf nur noch 6,25 BTC pro Block sinkt. Bisher gab es zwei Halvings im November 2012 und im Juli 2016. Auch Litecoin hat im August seine Blockprämie für Miner von bisher 25 LTC auf 12,5 LTC reduziert.

In den Monaten um die vorherigen Halvings erlebten die Kryptowährungen  Wertsteigerungen. Denn Halvings werden gemeinhin als bullisches Ereignis angesehen, da der Wert von Bitcoin oder Litecoin eng mit deren Knappheit verbunden ist. Deswegen könnte ein weiterer Bullenlauf im Jahr 2020 für Bitcoin nicht ganz unrealistisch sein. Litecoin hingegen erwartet sein nächstes Halving voraussichtlich erst im Jahr 2023.

Ethereum – «The Ethereum Blockchain is almost full»

Vitalik Buterin, der Mitbegründer und konzeptionelle Erfinder des Ethereum Projekts, äußerte sich im Interview mit der kanadischen «The Star» energisch zu Fortschritten in aktuellen Scaling-Hürden diverser Blockchain Projekte. «Die Skalierbarkeit ist einer der größten Engpässe, da die Ethereum-Blockchain fast voll ist», so Buterin. Als großes Manko aktueller Blockchain Projekte (u.a. Ethereum) sieht er die notwendige Verifizierung jeder Transaktion auf jedem (an der jeweiligen Blockchain-) angeschlossenen Computer.

Verschiedene Lösungsansätze, dem Problem der Skalierbarkeit rasch entgegenzuwirken, sind bereits fortgeschritten. Durch einen höheren Grad der Skalierbarkeit würden Kryptowährungen eine neue Evolutionsstufe erreichen. Laut Buterin würde eine Transaktionskostenreduktion um das Hundertfache ein durchaus mögliches Szenario sein, wodurch automatisch der massenhaften Adaption von Kryptowährungen nichts mehr im Weg stehen würde. Des weiteren informierte Vitalik Buterin die Crypto Community über aktuelle Geschehnisse im regulatorischen Umfeld. Er sei positiv überrascht, dass viele Regierungen immer interessierter und offener gegenüber öffentlichen Blockchains positioniert sind.

Ripple Partnerschaft mit MoneyGram zahlt sich aus

Erst vor einigen Wochen verkündete das kalifornische Unternehmen Ripple, eine strategische Partnerschaft mit dem Zahlungsdienstleister MoneyGram. MoneyGrams Überweisungen sollen zukünftig auf Basis der xRapid-Technologie von Ripple ablaufen, wodurch auch Ripples XRP Währung zum Einsatz kommt. Seitdem die beiden Finanz-und Technologieunternehmen sich zur strategischen Partnerschaft geeinigt haben, hat sich das Handelsvolumen von XRP vermehrt.

Um Ihnen den Einstieg in das Krypto-Universum zu erleichtern, informieren Sie sich gerne in unserer Spezialreihe über Funktionsweise, Hintergründe und Entwicklungsmöglichkeiten der Kryptowährungen. Mehr Informationen finden Sie in der Kryptowelt.  

24.10.2019 01:14:12

 
So wollen wir miteinander diskutieren! Beachten Sie bitte unsere Blog-Netiquette.

 

Kommentar schreiben

 

  

 

  

 

* Pflichtfelder müssen ausgefüllt werden