Bayer: US-Justizministerium bereit für Bayer-Monsanto-Deal

Bayer: US-Justizministerium bereit für Bayer-Monsanto-Deal

Dienstag, 10. April 2018 Autor Maciej GajLesezeit: 2 Minuten

Gastbeitrag von Maciej Gaj

Wie das Wirtschaftsmagazin „Wall Street Journal“ unter Berufung auf interne Kreise berichtet, wird die US-Justiz die Monsanto-Übernahme durch Bayer offenbar absegnen. Monstanto legte am Montagabend um über sieben Prozent zu, das Papier von Bayer zog nachbörslich über zwei Prozent an.

Die Leverkusener Chemiekonzern Bayer würde mit der Monsanto-Übernahme zum weltgrößten Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatguthersteller aufsteigen. Dieser Plan scheint nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ jetzt offenbar aufzugehen. Informierten Kreisen zufolge, erteilt das US-Justizministerium die Übernahme von Monsanto durch Bayer die Genehmigung. Bei den Leverkusenern war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen – auch das Justizministerium lehnte einen Kommentar dazu ab. Beide Konzerne hätten Verkäufe zusätzlicher Sparten akzeptiert, hieß es in dem Bericht, um so, die letzten Hürden aus dem Weg zu räumen. Von zahlreichen Kartellbehörden rund um den Globus, der EU-Kommission, den Wettbewerbshütern aus Brasilien und China haben der Transaktion bereits unter Auflagen grünes Licht erteilt.

Technisch präsentiert sich das Chartbild der Bayer-Aktie allerdings noch etwas eingetrübt – trotz eines knapp zweiprozentigen nachbörslichen Kursaufschlags. Denn seit übergeordnet April 2015 beherrscht ein intakter Abwärtstrend das Kursgeschehen bei Bayer und drückte die Aktien im Mai 2016 auf ein Verlaufstief von 83,45 Euro abwärts. Von dort aus gelang es eine kurzfristige Erholungsbewegung an 124,00 Euro zu vollziehen, seitdem steckt der Wert aber wieder in einem Abwärtstrend fest. Doch mit der sich zusehends abzeichnenden Übernahme des US-Saatgutherstellers Monstanto könnten wieder vermehrt Investoren bei Bayer einsteigen und für eine nachhaltige Kurserholung sorgen. Die Chancen hierfür stehen vom aktuellen Standpunkt aus gesehen, recht zuversichtlich.



Mittelfristig jetzt interessant

Seit den März- und zugleich Jahrestiefs bei 88,81 Euro, hat sich die Bayer-Aktie ein Stück weit erholen können und tendiert aktuell in Richtung eines untergeordneten Abwärtstrendkanals um 96,00 Euro aufwärts. Aber erst ein nachhaltiger Kursanstieg mindestens über 96,55 Euro kann für ein Kaufsignal zunächst an 100,00 Euro, darüber sogar an 106,00 Euro sorgen. Nachdem das Wertpapier bereits in der Nachbörse rund zwei Prozent zugelegt hatte, dürfte das Interesse in dieser Woche kurzfristig zunehmen und kann für ein Investment beispielshalber über das Faktor-Zertifikat auf Bayer (WKN VN106P) herangezogen werden. Mittelfristige sowie risikoaffine Anleger, die von einer weiter steigenden Bayer-Aktie ausgehen, können mit einem Hebel von 8 überproportional von einem Aufschwung partizipieren. Allerdings sind auch erhebliche Verluste möglich. Sollten die Notierungen allerdings unter das Unterstützungsniveau von grob 88,80 Euro zurückfallen, so kommt ein Test des darunter liegenden Supports bei 83,45 Euro in Betracht. In diesem Fall muss mit einer Fortsetzung des Abwärtstrendkanals gerechnet werden, Abgaben sogar auf das Niveau von 68,64 Euro könnten die Folge sein.

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21.07.2018 09:49:12

 
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