Baubranche im Umschwung – ein solides Fundament für die Zukunft

Baubranche im Umschwung – ein solides Fundament für die Zukunft

Dienstag, 3. August 2021Lesezeit: 4 Minuten

Die weltweite Baubranche zählt zu den Bereichen, die gestärkt aus der globalen Corona-Krise hervorgingen. In einer aktuellen Erhebung des Beratungshauses Deloitte erklärt Gabriele Etzl, die Pandemie habe vor allem die Entwicklung neuer Technologien und die digitale Transformation in der Branche vorangetrieben. Aus dem Bericht geht hervor, dass die Umsatzerlöse der 100 größten Baukonzerne im Jahr 2020 auf 1,5 Billionen Dollar gestiegen sind, was einem Plus von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Laut Etzl resultiert ein weiterer potenzieller Umsatztreiber aus dem anhaltenden Trend der Internationalisierung.

Diesem Trend schließt sich auch die Schweizer Sika AG an. Der Spezialchemiekonzern aus Baar übernahm erst kürzlich die American Hydrotech Inc. in den USA, sowie deren kanadische Tochtergesellschaft Hydrotech Membrane Corporation. In einer Medienmitteilung vom 21.07.2021 verkündete Christoph Ganz, Regionalleiter America, man werde durch die Übernahme der eindeutige Marktführer in den Wachstumsbereichen Dachbegrünung und Bauwerksabdichtung. Gerade in Großstädten würden diese Themen immer bedeutender werden und Sika könne hiervon profitieren. Der Halbjahresbericht verdeutlicht die führende Marktstellung des Unternehmens und die aus weiteren Zukäufen resultierenden Synergien. Gemäß des Berichts vom 22.07. konnte der Schweizer Zulieferer für die Bau- und Fertigungsindustrie seinen Halbjahresumsatz auf knappe CHF 4,5 Mrd. steigern, ein Plus von 23,1 Prozent. Der Betriebsgewinn (EBIT) konnte sogar um 67,2 Prozent auf CHF 685,9 Mio. erhöht werden. Haupttreiber im internationalen Geschäft seien vor allem die Regionen China, Italien, Frankreich, Großbritannien und Afrika.

Auf den anfangs erwähnten Trend der Entwicklung neuer Technologien konzentriert sich auch der Schweizer Konzern Holcim. Durch die Verschmelzung mit Lafarge wurde Holcim zu einem der führenden Bau- und Zuschlagstoffhersteller der Schweiz. CEO Jan Jenisch erklärt im Interview mit der Wirtschaftszeitung „Finanz und Wirtschaft“, dass der gestiegene CO2-Ausstoß Druck auf die Branche erzeugt habe und er die Situation nutzen wolle, um den Konzern zum globalen Führer für innovatives und nachhaltiges Bauen umzufunktionieren. Vor allem im Bereich des 3D-Drucks möchte man die Zukunft des Bauens mitgestalten. Hier arbeitet Holcim aktuell mit verschiedenen Geschäftspartnern an Projekten wie der Striatus-Brücke in Venedig, einem Windturbinenprototyp mit bis zu 200 Metern Höhe inklusive gedrucktem Betonsockel, sowie der schnellen Errichtung neuer Schulen und Wohneinrichtungen in Afrika. Um das Thema Nachhaltigkeit weiter auszubauen, hat das Unternehmen stark in den Standort Mannersdorf in Österreich investiert. Die dortige Produktionsstätte gilt weltweit als Vorzeigewerk für nachhaltige und ressourcenschonende Zementherstellung. Passend hierzu wurde auch die ECOPact-Produktfamilie entwickelt. Als Teil der 2020 vom Unternehmen vorgestellten Dekarbonisierungs-Roadmap sollen die Elemente für nachhaltigeren Beton nicht nur Umweltverbesserungen für die Allgemeinheit bringen, sondern auch zur Klimaneutralität des Unternehmens bis 2040 beitragen. Laut Roadmap will der Konzern in laufenden Etappenschritten seine Ziele umsetzen und damit auch Rücksicht auf die Ansprüche zukünftiger Generationen nehmen.

Neben Spezialisten wie Sika oder Holcim könnten auch weitere Unternehmen vom Erfolg der Baubranche profitieren. So auch die Schweizer Geberit AG. CEO Christian Buhl erklärte in einer Telefonkonferenz zu den letzten Ertragszahlen, dass sein Unternehmen vor allem den anhaltenden Trend zur Wohnungsverschönerung für sich nutzen könne. Durch neue digitale Angebote wie Online-Messen habe der Anbieter von Sanitärprodukten sogar noch mehr Kontakt zu seinen Kunden als vor der Pandemie. Diesen Kontakt will Geberit auch nutzen, um das Endkundengeschäft weiter auszubauen, da man hier an schnelllebigen Trends partizipieren könnte. Ähnlich wie die gesamte Branche wolle sich das Unternehmen mit Konzernsitz im sankt-gallischen Rapperswil-Jona gemäß Geschäftsstrategie durch eine selektive geografische Expansion regional breiter aufstellen und sich auf weitere vielversprechende Märkte wie Asien oder Nordamerika konzentrieren. Aktuelle Herausforderungen wie gestiegene Rohstoffpreise oder Investitionsängste von geschwächten Unternehmen aus der Gastronomie- und Hotellerie-Branche könnte Geberit aktuell noch durch seine hohe Marge abfedern. Diese verbesserte sich während der Krise um zwei Prozentpunkte auf 34,6 Prozent. Auch wenn private Wohnungsverschönerungen nicht ewig anhalten werden, so könnte Geberit weiterhin von der Kombination aus staatlichen Konjunkturprogrammen und niedrigen Zinsen profitieren, da hiervon vieles in das Baugewerbe fließt.

In der gesamten Baubranche und den damit verbundenen Unternehmen spielen die omnipräsenten Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit ebenfalls eine immer größere Rolle. Neue Produktionstechnologien, effizientere Baustoffe und ein Gespür für Trends könnten hier ausschlaggebend sein, um die nach wie vor hohe Nachfrage im Baugewerbe zu befriedigen. Sika, Holcim und Geberit besitzen jeweils signifikante Marktanteile in ihren Spezialgebieten, planen, sich breiter und moderner für die Zukunft aufzustellen, und könnten somit auch interessant für Anleger sein.

Ausgewählte Risiken

Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen bezieht sich auf mehrere Basiswerte. Damit ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals ist daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Wichtige Hinweise: Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

27.09.2021 12:18:40

 
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