BASF: Erholung wird fortgesetzt

BASF: Erholung wird fortgesetzt

Dienstag, 26. Februar 2019 Autor Maciej GajLesezeit: 2 Minuten

Gastbeitrag von Maciej Gaj

BASF wurde im abgelaufenen Jahr stark in Mitleidenschaft gezogen, Niedrigwasser im Rhein, Handelsstreit zwischen den USA und China waren nur einige Faktoren für einen massiven Gewinnschwund. Aktionäre zeigen sich aber trotzdem versöhnlich, das Papier hat sich prompt an die DAX-Gewinnerspitze gesetzt.

Nach dem Krisenjahr 2018 versucht der weltgrößte Chemiekonzern BASF seine Anleger versöhnlich zu stimmen. Der Ludwigshafener Konzern versucht die Wogen mit einer höheren Dividendenausschüttung an seine Aktionäre zu glätten, diese soll um 10 Cent auf 3,20 Euro je Aktie erhöht werden. Dabei sank der Gewinn nach Steuern in 2018 im Jahresvergleich um knapp 23 Prozent auf 4,7 Mrd. Euro. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel im Jahresvergleich um fast 60 Prozent auf 630 Mio. Euro. Auch das Geschäft mit Basischemikalien lief deutlich schleppender. Nach Steuern und Anteilen Dritter verdiente BASF 348 Mio. Euro und damit knapp 80 Prozent weniger als im Vorjahr. Beim Umsatz konnte BASF jedoch um gut zwei Prozent auf knapp 15,6 Mrd. Euro zulegen.

Wichtiger für das Vertrauen der Investoren ist jedoch der Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr. Im laufenden Jahr peilt der Chemiekonzern weitere Zuwächse an. Der Umsatz soll um bis zu 5 Prozent zulegen, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll leicht den Vorjahreswert von 6,4 übertreffen.

Abwärtstrend intakt

Noch steckt BASF in seinem mittelfristigen Abwärtstrend fest, vollzieht innerhalb dessen aber eine klare Erholungsbewegung. Hieran könnten Anleger noch etwas mitverdienen, Kursgewinne bis zum Widerstand von rund 70 Euro und der dort verlaufenden Abwärtstrendlinie wären durchaus noch möglich. Über ein Investment beispielsweise in das Faktor-Zertifikat auf BASF mit einem fest eingebauten Hebel kann bei einem erfolgreichen Test der Zielmarke noch eine schöne Rendite herausspringen. Eine hierzu passende Verlustbegrenzung kann aus heutiger Sicht knapp unter dem Niveau von 65 Euro gemessen am Basiswert angesetzt werden. An Volatilität dürfte es sicherlich nicht mangeln, nachdem jetzt klare Zahlen vorliegen und sich größere Investoren in den nächsten Tagen erst noch entsprechend positionieren werden.

Sollte der heutige Aufschwung bei BASF in den kommenden Tagen jedoch verpuffen und die Aktie unter das Stop-Niveau von rund 65,00 Euro zurückfallen, könnten sich Verkäufer wieder berufen fühlen. Abgaben zurück auf Zwischentiefs aus Mitte Januar bei 62,28 Euro kämen nicht überraschend. Dies würde jedoch den Anschein eines Tests der Jahrestiefs aus 2018 bei 57,35 Euro wecken.

5-Jahres-Chart BASF


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19.01.2022 02:18:45

 
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