Bargeldloses Zahlen in Krise immer beliebter

Bargeldloses Zahlen in Krise immer beliebter

Mittwoch, 1. April 2020Lesezeit: 4 Minuten

Deutschland gilt traditionell als Bargeldnation. Im internationalen Vergleich setzten hierzulande nur wenige Konsumenten Kredit- oder Girokarten bei ihren täglichen Einkäufen ein. Doch angesichts der Angst vor einer Infizierung mit dem Coronavirus folgen mittlerweile immer mehr Verbraucher der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die zum Einsatz digitaler Zahlungsmittel rät, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Besonderer Beliebtheit erfreut sich hierbei das kontaktlose Bezahlen, bei dem die Karte lediglich vor das Terminal gehalten wird und bei dem auf die Eingabe eines PINs verzichtet werden kann. War dies bisher nur bis zu einem Betrag von EUR 25 möglich, haben viele klassische Zahlungsdienstleister aus aktuellem Anlass das entsprechende Limit auf EUR 50 erhöht. Anscheinend bietet sich der Branche derzeit die einmalige Gelegenheit, die Digitalisierung der Zahlungsvorgänge im Bargeldland Deutschland voranzutreiben.

Verzicht auf PIN auch bei höheren Beträgen möglich

Nutzer des Zahlungsservice Apple Pay können häufig auch bei Beträgen oberhalb des Limits von EUR 50 auf die Eingabe eines PINs verzichten und somit die derzeit unbeliebte Berührung des Kartenterminals an der Kasse umgehen. Neben dem Besitz eines mobilen Apple Geräts und der Einrichtung des entsprechenden Zahlungsservices des iPhone Herstellers ist ein CDCVM fähiges Kassenterminal Voraussetzung hierfür. CDCVM steht für Consumer Device Cardholder Verification Method und ermöglicht bei der Nutzung von Apple Pay die Autorisierung des Zahlungsvorgangs via PIN durch die Entsperrung des eigenen Smartphones zu ersetzten. Der virtuelle Bezahlvorgang wird dann im Anschluss über eine hinterlegte Kreditkarte der Zahlungsdienstleister Visa oder MasterCard abgewickelt, ein Umstand der den beiden Branchengrößen derzeit in die Karten spielt.

MasterCard und Visa profitieren zudem vom Onlinehandel

Doch nicht nur vom zunehmenden Bedürfnis der Konsumenten an kontaktlosen Zahlungsvorgängen können diese beiden Kreditkartengiganten, die sich in der westlichen Welt ein Oligopol mit American Express teilen, derzeit profitieren. Angesichts der aktuellen Lage versucht eine Vielzahl an Verbrauchern die Zeit außerhalb des eigenen Wohnraums auf ein Minimum zu reduzieren, ohne jedoch auf den täglichen Konsum verzichten zu wollen oder zu können. Einen Ausweg hierfür bietet der Onlinehandel, welcher ohnehin in jüngerer Vergangenheit maßgeblich an Bedeutung gewonnen hat. Da der größte Teil der Zahlungsvorgänge im Onlinehandel traditionell in digitaler Form via Kreditkarte oder digitalen Zahlungsservices wie beispielsweise Apple Pay abgewickelt wird, kommt auch diese Entwicklung MasterCard und Visa zu Gute.

Digitalisierungstrend ist auch für Wirecard nützlich

Nur wenigen Verbrauchern dürfte sich das Geschäftsmodell von Wirecard auf den ersten Blick offenbaren. Doch tatsächlich nehmen viele Konsumenten bei Onlinebestellungen Dienstleistungen des DAX Unternehmens in Anspruch, ohne sich darüber bewusst zu sein. Wirecard kooperiert mit diversen Kreditkartenunternehmen, darunter auch Visa und MasterCard. Hierbei tritt Wirecard im Rahmen des Bezahlvorgangs in Onlineshops als Mittelsmann zwischen Shopbetreiber und Kreditkartenunternehmen in Erscheinung und stellt die technische Abwicklung der Zahlung sicher. Als Vergütung für diese Dienstleistung erhält Wirecard von beiden beteiligten Parteien eine Gebühr, deren Höhe vom Umfang der abgewickelten Zahlungssumme abhängig ist. Somit gehört auch Wirecard zu jenen Unternehmen, die von der aktuellen Entwicklung profitieren könnten.

Die Aktien im Überblick

Die Aktie der MasterCard Inc. wird aktuell bei USD 245,85 (31.03.2020) gehandelt. Das Jahreshoch wurde bei USD 344,56 (19.02.2020) und das Jahrestief bei USD 203,30 (23.03.2020) erreicht. Bei Bloomberg setzen 38 Analysten die Aktie auf BUY, 3 auf HOLD und 0 Analysten setzt sie auf SELL.

Die Aktie der Visa Inc. wird aktuell bei USD 161,04 (31.03.2020) gehandelt. Das Jahreshoch wurde bei USD 213,31 (19.02.2020) und das Jahrestief bei USD 135,74 (23.03.2020) erreicht. Bei Bloomberg setzen 36 Analysten die Aktie auf BUY, 3 auf HOLD und 0 Analysten setzt sie auf SELL.

Die Aktie der Wirecard AG wird aktuell bei EUR 102,10 (31.03.2020) gehandelt. Das Jahreshoch wurde bei EUR 160,90 (28.05.2019) und das Jahrestief bei EUR 83,24 (19.03.2020) erreicht. Bei Bloomberg setzen 22 Analysten die Aktie auf BUY, 6 auf HOLD und 1 Analysten setzt sie auf SELL.

Da der weitere Kursverlauf der Aktien von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

 

Ausgewählte Risiken: 

Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen bezieht sich auf mehrere Basiswerte. Damit ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals ist daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Wichtige Hinweise: Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

26.05.2020 03:08:52

 
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