Automobilbranche: Das Auto der Zukunft fährt Softwarebasiert

Automobilbranche: Das Auto der Zukunft fährt Softwarebasiert

Freitag, 5. Juni 2020Lesezeit: 4 Minuten

Deutschland ist international bekannt für seine Ingenieurskunst in der Automobilbranche. Marken wie Mercedes-Benz, BMW und VW sind weltweit stark gefragt. Doch das Auto der Zukunft muss dem Kunden mehr bieten können als raffinierte Motorentechnologien und hohe Fahrsicherheit. Die Implementierung von zentraler Software und intelligenter Datennutzung werden entscheidende Kaufkriterien werden. In diesem Bereich haben deutsche Autobauer Nachteile gegenüber der Konkurrenz aus den USA und China. Was das Auto der Zukunft können muss und wie die deutschen Autobauer ihre Strategie anpassen wollen, lesen Sie hier.

Das muss das Auto der Zukunft können

Grundsätzlich müssen es Automobilhersteller schaffen, dem Auto einen zentralen Computer einzubauen, der Elemente wie die Motor- und Batterieleistung intelligent steuert und mit seiner Umgebung kommuniziert. Dazu muss das Auto ständig mit dem Internet verbunden sein. Die Internettechnologie bricht also auch das klassische Geschäftsmodell der Automobilbranche auf. Allerdings liegen hier auch Chancen für die Automobilhersteller: Die gewonnenen Kundendaten könnten gewinnbringend genutzt werden. Dass das Geschäftsmodell der Automobilbranche sich wandelt, haben nun auch die obersten Entscheider von BMW, Daimler und Volkswagen erkannt. In den Werken in München, Stuttgart und Wolfsburg wird gegenwärtig viel in intelligente Softwaretechnologie investiert. Man hat erkannt, dass man die Prioritäten bei der Herstellung der Autos neu ordnen müssen wird, wenn man langfristig eine Chance auf dem Markt haben will.

Was Tesla den deutschen Autobauern voraus hat

Den Nachteil, den die arrivierten deutschen Hersteller gegenüber Tesla im Bereich der intelligenten Software- und Datennutzung aufholen müssen, ist immens. Alle der inzwischen 800.000 ausgelieferten Modelle Teslas sind mit intelligenter Software ausgestattet. Die Datenmenge, die bis heute gesammelt worden ist, bringt dem US-Unternehmen einen großen Wettbewerbsvorteil. Auch Google liefert bereits ein Betriebssystem an einige Automobil Hersteller und baut sein Angebot stetig aus. Wie gravierend die technologischen Vorteile sind, wird anhand eines kleinen Beispiels deutlich: Tesla ist heute schon in der Lage, kostenlos Updates auf die Computer der Autos aufzuspielen, um beispielsweise die Akkulaufzeit und damit die Reichweite zu verlängern. Bei BMW muss der Kunde allein für die Nutzung von Apple CarPlay einen Aufpreis von 110€ im Jahr zahlen. Je länger man abwartet, desto größer wird der Größenvorteil von Tesla werden.

5G-Technologie wird auch für die Automobilbranche wichtig

In Sachen 5G ist der chinesische Anbieter Huawei branchenführend und setzt seine Expertise auch im Automobilmarkt ein. Huawei stellt seine Software basierend auf dem ultraschnellen Datenaustausch schon einigen Automobilherstellern zur Verfügung. Man wird sich allerdings darauf fokussieren, Automobilhersteller mit der Software auszustatten und keine eigenen Autos herstellen. Dennoch ist die Implementierung von 5G ein entscheidendes Merkmal des Autos der Zukunft. Die Technologie macht es dem Auto möglich mit der Straßeninfrastruktur, Ampeln und Verkehrsschildern zu kommunizieren. Natürlich bildet diese Technologie die Grundlage für das autonome Fahren. Auch althergebrachte Technologien wie die Steuerung und Mediennutzung sollen in der Zukunft von 5G-Technologien gesteuert werden. In China sind ganze Städte schon auf die 5G-Technolgien für das Auto ausgerichtet. Auch diese Aufgabe werden die deutschen Automobilhersteller bewältigen müssen. Es ist also viel zu tun im Automobilland Deutschland, will man nicht auf dem einen Markt, den man lange Zeit dominiert hat, hinter der Konkurrenz zurückfallen.

Die Aktien im Überblick

Die Aktie der BMW AG wird aktuell bei EUR 59,66 (05.06.2020) gehandelt. Das Jahreshoch wurde bei EUR 77,06 (13.12.2019) und das Jahrestief bei EUR 36,60 (19.03.2020) erreicht. Bei Bloomberg setzen 18 Analysten die Aktie auf BUY, 12 auf HOLD und 2 Analysten setzt sie auf SELL.

Die Aktie der Daimler AG wird aktuell bei EUR 39,63 (05.06.2020) gehandelt. Das Jahreshoch wurde bei EUR 54,50 (04.11.2019) und das Jahrestief bei EUR 21,02 (19.03.2020) erreicht. Bei Bloomberg setzen 9 Analysten die Aktie auf BUY, 14 auf HOLD und 8 Analysten setzt sie auf SELL.

 

Die Aktie der Volkswagen AG wird aktuell bei EUR 148,84 (05.06.2020) gehandelt. Das Jahreshoch wurde bei EUR 187,74 (13.12.2019) und das Jahrestief bei EUR 79,38 (19.03.2020) erreicht. Bei Bloomberg setzen 22 Analysten die Aktie auf BUY, 6 auf HOLD und 1 Analyst setzt sie auf SELL.

Ausgewählte Risiken:


Korrelationsrisiko:
Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen bezieht sich auf mehrere Basiswerte. Damit ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals ist daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Wichtige Hinweise: Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

22.10.2020 00:42:51

 
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