Aufwärtstrend bei den Ölpreisen fürs Erste gestoppt

Aufwärtstrend bei den Ölpreisen fürs Erste gestoppt

Montag, 28. Mai 2018Lesezeit: 3 Minuten

Der Aufwärtstrend bei den Ölpreisen ist fürs Erste gestoppt. Dafür haben Saudi-Arabien und Russland gesorgt. Das Risiko einer Nachfrageschwäche angesichts der hohen Preise ist den Staaten offenbar zu hoch. Der Goldpreis will sich nicht wirklich vom Fleck bewegen. Nach Einschätzung von Experten dürfte der Gegenwind durch die US-Geldpolitik und den US-Dollar bei dem gelben Metall aber den Höhepunkt erreicht haben.

Rohöl: Sorge um eine kommende Nachfrageschwäche

Die Ölpreise sind deutlich schwächer in die neue Woche gestartet. Die Referenzsorte Brent kostete am Montag nur etwas mehr als 75 US-Dollar je Barrel. Zuvor war die Notierung sogar stärker auf 74,50 Dollar gefallen.

Auslöser des Preisrutschs waren Mitte vergangener Woche die Ankündigung von Saudi-Arabien und Russland, eine neue Politik zur Steigerung der Ölförderung anzustreben. Riad bevorzuge informierten Kreisen zufolge eine Ausweitung um 300.000 Barrel pro Tag, Russland würde eine Anhebung um 800.000 Barrel pro Tag präferieren, berichteten die Rohstoffanalysten der Commerzbank. „Damit würde die aktuelle Minderproduktion gegenüber der vereinbarten Fördermenge ausgeglichen, die aus den Produktionsausfällen in Venezuela, Angola und Algerien herrührt“, hieß es.

Saudi-Arabien und Russland scheinen das Risiko eines nachfragezerstörenden Preisniveaus bei 80 US-Dollar je Barrel und darüber höher zu gewichten als weitere kurzfristige Profite, kommentierte die Helaba. Schließlich seien die extremen Wetten und die ungewöhnliche Terminkurve („deep backwardation“) bei Rohöl mit Blick auf die Marktpsychologie als möglicher Negativverstärker nicht zu unterschätzen. Über die Ausweitung der Förderung soll nun auf der Sitzung der OPEC und der an den Kürzungen beteiligten Nicht-OPEC-Staaten am 22. Juni entschieden werden.

Derweil steigt in den USA die Ölproduktion weiterhin an. Laut Baker Hughes wurden in der vergangenen Woche 15 Ölbohrungstellen (Rigs) neu aktiviert. Das war laut Commerzbank-Angaben der stärkste Wochenanstieg seit Februar. Im Mai sind bislang 34 neue Ölbohrungen hinzugekommen.

Aktienanleihen

 WKN BasiswertKupon p.a.Basis-
preis
Rend.
max.
Bewertungs-
tag
GeldBriefZeit  
VP9VYW
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 3,00% 19,00 0,04% 17.12.2021 100,40 100,50 16:41
VP9VYY
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 4,00% 20,00 0,08% 17.12.2021 100,53 100,63 16:41
VP9VY0
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 5,00% 21,00 0,14% 17.12.2021 100,65 100,75 17:04
VP87XN
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 4,50% 22,00 0,18% 17.12.2021 100,53 100,63 16:59
VQ4VJQ
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 2,00% 22,00 0,41% 18.03.2022 100,37 100,47 17:08
VP9VYX
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 7,50% 23,00 0,26% 17.12.2021 100,97 101,07 16:45
VQ33D2
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 3,00% 23,00 0,58% 18.03.2022 100,62 100,72 17:07
VP87XP
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 6,50% 24,00 0,31% 17.12.2021 100,74 100,84 16:44
VQ3GCC
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 3,00% 24,00 0,77% 18.03.2022 100,41 100,51 17:07
VQ5BGZ
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 5,50% 25,00 0,40% 17.12.2021 100,49 100,59 16:59
VQ5PRC
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 4,00% 25,00 1,06% 18.03.2022 100,56 100,66 17:07
VQ5BGT
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 6,00% 26,00 1,45% 18.03.2022 101,04 101,14 17:07
VQ5BGW
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 7,00% 26,00 0,55% 17.12.2021 100,61 100,71 17:08
VQ6SXW
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 3,50% 26,00 2,74% 17.06.2022 99,58 99,68 17:08
VQ5BGS
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 7,50% 27,00 1,95% 18.03.2022 101,19 101,29 17:08
VQ5PRH
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 7,50% 27,00 0,78% 17.12.2021 100,47 100,57 17:07
VQ1LG2
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 13,50% 28,00 1,19% 17.12.2021 101,10 101,20 17:08
VQ5PRD
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 8,00% 28,00 2,61% 18.03.2022 100,75 100,85 17:08
VQ5PRJ
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 9,50% 28,00 1,16% 17.12.2021 100,44 100,54 17:08
VQ6SXX
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 5,50% 28,00 4,42% 17.06.2022 99,28 99,38 17:08

Gold: Kommt der sichere Hafen wieder in Mode?

Der Goldpreis will sich seit Langem nicht wirklich vom Fleck bewegen. Die Feinunze des Edelmetalls wird aktuell um die 1.300 US-Dollar gehandelt. Damit hat sich der Goldpreis in diesem Jahr unterm Strich um 10 bis 12 Dollar je Unze verbilligt.

Nach Einschätzung der Analysten der Helaba dürfte der Gegenwind durch die US-Geldpolitik und den US-Dollar bei dem gelben Metall den Höhepunkt erreicht haben. Gold werde auch den jüngsten Test der 200-Tage-Linie positiv abschließen, schrieb Analyst Heinrich Peters im aktuellen Rohstoffreport. Schließlich dürfte an den Papiermärkten der Versicherungscharakter von Gold wieder stärker honoriert werden.

Zudem nehmen die internationalen Krisenherde laut Peters eher noch zu. „Neben der sich zuspitzenden geopolitischen Lage wirken die Schwellenländer und auch Europa politisch und ökonomisch zunehmend labil“, so der Rohstoffexperte. Gold gehöre in diesem Umfeld zu den wenigen wirklich sicheren Häfen. Die spekulativen Finanzanleger bei Gold sehen die weitere Performance derzeit noch nicht so ungetrübt. Laut CFTC-Statistik haben diese in der vergangenen Woche ihre Netto-Long-Positionen erneut reduziert.

Auf lange Sicht bleibt Gold nach Ansicht des World Gold Council (WGC) aber attraktiv. In einem aktuellen Perspektiv-Bericht kam der Lobbyverband zu der Schlussfolgerung, dass Gold in den nächsten Jahren von großer Bedeutung bleiben wird. Die Experten sind der Ansicht, dass eine weltweit stark wachsende Mittelschicht die Goldnachfrage erhöhen sollte. Zugleich sollte es zu einer Verringerung der Goldproduktion kommen, da keine neuen größeren Goldvorkommen mehr zu erwarten sind. Dies sollte das Angebot auf lange Sicht schmälern. Der weitere Verlauf bleibt jedoch abzuwarten.

Aktienanleihen

 WKN BasiswertKupon p.a.Basis-
preis
Rend.
max.
Bewertungs-
tag
GeldBriefZeit  
VP9VYW
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 3,00% 19,00 0,04% 17.12.2021 100,40 100,50 16:41
VP9VYY
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 4,00% 20,00 0,08% 17.12.2021 100,53 100,63 16:41
VP9VY0
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 5,00% 21,00 0,14% 17.12.2021 100,65 100,75 17:04
VP87XN
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 4,50% 22,00 0,18% 17.12.2021 100,53 100,63 16:59
VQ4VJQ
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 2,00% 22,00 0,41% 18.03.2022 100,37 100,47 17:08
VP9VYX
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 7,50% 23,00 0,26% 17.12.2021 100,97 101,07 16:45
VQ33D2
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 3,00% 23,00 0,58% 18.03.2022 100,62 100,72 17:07
VP87XP
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 6,50% 24,00 0,31% 17.12.2021 100,74 100,84 16:44
VQ3GCC
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 3,00% 24,00 0,77% 18.03.2022 100,41 100,51 17:07
VQ5BGZ
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 5,50% 25,00 0,40% 17.12.2021 100,49 100,59 16:59
VQ5PRC
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 4,00% 25,00 1,06% 18.03.2022 100,56 100,66 17:07
VQ5BGT
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 6,00% 26,00 1,45% 18.03.2022 101,04 101,14 17:07
VQ5BGW
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 7,00% 26,00 0,55% 17.12.2021 100,61 100,71 17:08
VQ6SXW
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 3,50% 26,00 2,74% 17.06.2022 99,58 99,68 17:08
VQ5BGS
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 7,50% 27,00 1,95% 18.03.2022 101,19 101,29 17:08
VQ5PRH
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 7,50% 27,00 0,78% 17.12.2021 100,47 100,57 17:07
VQ1LG2
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 13,50% 28,00 1,19% 17.12.2021 101,10 101,20 17:08
VQ5PRD
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 8,00% 28,00 2,61% 18.03.2022 100,75 100,85 17:08
VQ5PRJ
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 9,50% 28,00 1,16% 17.12.2021 100,44 100,54 17:08
VQ6SXX
  • nachhaltig
  • Quanto
ABB 5,50% 28,00 4,42% 17.06.2022 99,28 99,38 17:08

Weizen: Ungünstige Wetterverhältnisse geben Rückenwind

Gegenüber dem Stand von Jahresanfang sind die Notierungen von US-Weizen um fast 30 Prozent angestiegen. Weizen in Paris hat sich seit Mitte April um rund 10 Prozent verteuert. Der europäische Weizen ist derzeit so teuer wie zuletzt vor zweieinhalb Jahren.

Die weltweite Nachfrage nach Weizen soll weiter steigen, während die globale Produktion sinkt. Ungünstige Wetterverhältnisse haben die Ernteaussichten vor allem in den USA eingetrübt. Auch in anderen Ländern (Kanada, Australien, Russland), die zu den weltgrößten Weizenexporteuren gehören, ist es zu trocken. Die Vorhersagen lassen auch in nächster Zeit keine grundlegende Änderung erwarten.

Das weltweite Angebots- und Nachfrageverhältnis für diese Saison könnte sich somit verschlechtern, nachdem zuletzt bei den Lagerbeständen noch ein neuer Rekord vorhergesagt worden war. „Sollte es aufgrund rückläufiger Produktion zu spürbarem Lagerabbau kommen, könnte erstmals seit 2012 die Basis für eine durchgreifende Preiserholung gelegt werden“, erwarten die Analysten der Helaba. Die Alternative wäre ein Zwischenhoch wie zuletzt in 2017.

Rechtlicher Hinweis

Diese Informationen stammen alleine vom Gastautor und müssen nicht der Einschätzung der Bank Vontobel AG oder einer anderen Gesellschaft der Vontobel-Gruppe entsprechen. Die weitere Unternehmensentwicklung ebenso wie der Kursverlauf der Aktien ist von einer Vielzahl unternehmensinterner, branchenspezifischer & ökonomischer Faktoren abhängig. Jeder Anleger muss das Risiko entsprechender Kursverluste bei seinen Anlageentscheidungen mitberücksichtigen.

Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

21.10.2021 17:08:54

 
So wollen wir miteinander diskutieren! Beachten Sie bitte unsere Blog-Netiquette.

 

Kommentar schreiben

 

  

 

  

 

* Pflichtfelder müssen ausgefüllt werden