Atomkonzerne in Deutschland können auf Entlastung hoffen

Atomkonzerne in Deutschland können auf Entlastung hoffen

Donnerstag, 8. Juni 2017Lesezeit: 1 Minute

Nach dem Scheitern der Brennelemente-Steuer vor dem Bundesverfassungsgericht will das Bundesfinanzministerium die dadurch eingenommenen rund 7 Milliarden Euro inklusive Zinsen an die deutschen Atomkonzerne zurückzahlen.

Nach zum Teil massiven Verlusten und Abschreibungen der letzten Jahre könnte es nun eine Entlastung für die Atomkonzerne nach dem Gerichtsurteil des Bundesverfassungsgerichts geben.

Bundesverfassungsgericht kippt Kernbrennstoffsteuer

Das Bundesverfassungsgericht urteilte, dass der Bund keine neuen Steuerarten schaffen dürfe. Damit lehnte das Bundesverfassungsgericht die Konstruktion des Gesetzgebers ab, der diese Anfang 2011 eingeführte Besteuerung von Produktionsmitteln (145 Euro je Gramm Kernbrennstoff) als Verbrauchssteuer ausgestaltet hatte. Nach ursprünglichen Einschätzungen hätte sie jährlich rund 2,3 Milliarden Euro einbringen sollen.

 

Als Reaktion auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts hat das Bundesfinanzministerium den Atomkonzernen in Aussicht gestellt, die Einnahmen aus der Brennelementesteuer von 2011 bis 2016 in Höhe von rund 7 Milliarden Euro inklusive Zinsen zurückzahlen.

Aktien auf dem Sprung

Aufgrund der Gerichtsentscheidung wurden die Aktienkurse von E.ON und RWE am Mittwoch und Donnerstag angespornt. Die E.ON Aktie stieg bis auf EUR 8,68 (Stand 8. Juni), soviel wie seit August 2015 nicht mehr. Gleichzeitig stieg die RWE Aktie über Mittwoch und Donnerstag hinweg um knapp 10 Prozent auf rund EUR 20,00. Bei dieser Marke stand die Aktie seit Juli 2015 nicht mehr. Die weitere Entwicklung bleibt jedoch abzuwarten.

 

Da der weitere Kursverlauf der Aktien von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

 

Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des o.g. Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

 

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

25.10.2021 12:53:49

 
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