Anheuser-Busch InBev: Schuldenabbau und Innovationen überzeugen Anleger

Anheuser-Busch InBev: Schuldenabbau und Innovationen überzeugen Anleger

Montag, 6. Mai 2019Lesezeit: 3 Minuten

Das größte Brauereiunternehmen der Welt Anheuser-Busch InBev verwaltet auch nach mehr als zwei Jahren nach der Übernahme von SABMiller einen riesigen Schuldenberg. Nach anfänglicher Skepsis der drastischen Gegenmaßnahmen finden Anleger nun Gefallen an dem raschen Abbau der Verbindlichkeiten. Auch die hauseigene Innovationsabteilung beflügelt die Entwicklungsaussichten.

Entstanden durch die Übernahme des U.S. Amerikanischen Bierimperiums Anheuser-Busch durch die belgisch-brasilianische InBev-Gruppe Mitte 2008 ist die daraus resultierende Anheuser-Busch InBev (AB InBev), gemessen am Absatzvolumen, die heute größte Brauereigruppe der Welt. Mit über 500 bekannten Marken wie bspw. Budweiser, Beck’s oder Corona ist die Gruppe in mehr als 150 Ländern vertreten. Mit Hauptsitz in Brüssel erwirtschaftete sie im letzten Jahr einen Umsatz von USD 54,62 Mrd. und gehört damit laut Forbes Global 2000 zu einem der vierzig weltgrößten Unternehmen. Jedes dritte verkaufte Bier weltweit gehört unter das Dach des AB InBev Konzerns.

Mit Übernahmen zum Branchenriesen

Um dahin zu kommen, wo sich AB InBev heute befindet, übernahm die belgische Brauerei Interbrew über Jahrzehnte hinweg einen Konkurrenten nach dem anderen. Allein zwischen den Jahren 2000 und 2004 kam es zu mehr als 8 internationalen Übernahmen, darunter Marken wie Beck’s, Franziskaner, Löwenbräu und Hasseröder. Ende 2004 schloss sich die brasilianische Ambev Gruppe mit Interbrew zusammen und firmierten somit unter InBev. 2008 folgte schließlich nach einer regelrechten Übernahmeschlacht mit dem U.S. amerikanischen Anheuser-Konzern die Fusion zum heutigen AB Inbev Konzern.

Im Herbst 2016 kam es zuletzt zur Mammut-Übernahme der damalig weltweit zweitgrößten Brauerei SABMiller zu einem Preis von USD 106 Mrd. Obwohl die Übernahme seit jeher gut verdaut wurde, bezogen auf die Nutzung neuer Synergien und die Erhöhung internationaler Marktanteile, sorgen sich Marktexperten um die Kreditwürdigkeit des Konzerns. Denn durch die Übernahme von SABMiller stieg der Schuldenberg insgesamt auf USD 109 Mrd. an (Stand November 2018). Um dieses Problem möglichst schnell in den Begriff zu kommen, wurden die Dividenden seit der SABMiller Übernahme stetig verringert. Wurden im Jahr 2017 noch USD 2,00 an Dividenden bezahlt, belief sich die letzte Dividendenzahlung gerade mal auf nur noch knapp USD 0,67 – Somit soll bis Ende 2020 das Ziel erreicht werden, die Schulden auf weniger als das Vierfache des operativen Ergebnisses zu verringern.

Positive Analystenmeinungen aufgrund drastischer Bilanzmaßnahmen

Obwohl die Anleger auf die drastische Verringerung der Dividenden zunächst geschockt reagierten und den Brauereiriesen im letzten Quartal von 2018 auf das niedrigste Level seit Juni 2013 beförderten, scheint die Skepsis der Marktteilnehmer seit Beginn des laufenden Jahres abzunehmen. Getrieben von positiven Analysteneindrücken in Bezug auf die drastischen Bilanzmaßnahmen konnte die Aktie seit Jahresbeginn von 57 EUR auf aktuell 78 Euro (Stand 03.05.2019) steigen.

Neben den positiven Auswirkungen des geplanten Schuldenabbaus rückt seit Beginn des Jahres vermehrt die innovative Seite des Konzerns erfolgreich in Vorschein. Seit 2015 sucht der hauseigene Venture Capital Fond «ZX Ventures» weltweit nach revolutionierenden Projekten in den Bereichen Technologie und Nachhaltigkeit. Schlagzeilen machte zuletzt das Startup Protes, welches diverse Nebenprodukte im Brauereiprozess in proteinhaltige Snacks verwandelt. Bis 2025 plant der VC Fond und Accelerator Lösungen zu mehr als 100 selbstgesteckten Zielen zu finden, mitunter die Verringerung des eigenen CO2- Ausstoßes um 25% oder die Verpackung aller Produkte aus vollkommen recyclebaren Materialien.

Die AB InBev Aktie im Überblick

Die Anheuser-Busch InBevAktie notiert aktuell bei EUR 78,91 (03.05.2019). Das 52-Wochen hoch lag bei EUR 91,14 (25.07.2018), das 52-Wochen tief bei EUR 56,32 (02.01.2019). Bei Bloomberg setzen 23 Analysten die Aktie auf BUY, 11 auf HOLD und 2 Analysten auf SELL.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

 

Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Rechtliche Hinweise:

Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

Allein maßgeblich sind die jeweiligen Wertpapierprospekte, die beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, kostenlos erhältlich bzw. im Internet unter zertifikate.vontobel.com zum Download verfügbar sind. Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.

01.04.2020 09:15:37

 
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