Aktien von Banken weiter unter Druck?

Aktien von Banken weiter unter Druck?

Mittwoch, 18. Mai 2016Lesezeit: 2 Minuten

Gastbeitrag Frank Sterzbach

Aktien von Banken entwickelten sich in den letzten Jahren deutlich schlechter als der Gesamtmarkt. Besserung scheint nicht in Sicht. Für risikoaffine Anleger stellen wir Faktor-Zertifikate auf den europäischen Bankenindex Euro Stoxx Banks vor.

Der Leitzins in der Eurozone beläuft sich auf 0 Prozent – und dies dürfte sich auch in absehbarer Zukunft nicht signifikant ändern. Hinzu kommt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) mittlerweile Strafzinsen verlangt. Unter dem etwas plakativen Begriff „Strafzinsen“ sind negative Zinsen zu verstehen, welche die EZB für kurzfristige Einlagen der Geschäftsbanken erhebt – man könnte diese also auch weniger plakativ Parkgebühren nennen. Damit will die EZB die Banken motivieren, mehr Kredite zu vergeben. Mit dem Ziel, die Wirtschaft zu beleben und letzten Endes deflationäre Tendenzen einzudämmen. Kurzum: Die Nullzinspolitik der EZB samt Strafzinsen drückt auf die Margen der Banken. Schwache Börsen in den ersten Wochen des Jahres erschwerten zudem das Geschäft im Investmentbanking. Dem entsprechend lieferten unlängst einige europäische Institute schwache Quartalszahlen ab. Der Euro Stoxx Banks beherbergt die Aktien der 30 größten europäischen Banken. Schwergewicht im Euro Stoxx Banks ist aktuell das Papier der spanischen Banco Santander mit einem Index-Anteil von knapp 16 Prozent.

 

 Im Abwärtstrendkanal

 
Seit Juli des vergangenen Jahres, als die Sorgen um einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone (Grexit) besonders groß waren, befindet sich der Kurs des Euro Stoxx Banks in einem mittelfristigen Abwärtstrendkanal. Dass das Thema „Grexit“ noch brandaktuell ist, zeigten jüngst beschlossene Reformen in Athen, wodurch sich Griechenland neuen Milliardenhilfen nähert. Faktor-Zertifikate auf den Euro Stoxx Banks richten sich an kurzfristig orientierte wie risikoaffine Anleger, die von einem schnell sinkenden Euro Stoxx Banks ausgehen.

 

 

 

 

 

Frank Sterzbach

Frank Sterzbach beschäftigt sich bereits seit Mitte der 90er Jahre mit dem spannenden Themenspektrum Geldanlage und Börse. Der Diplom-Betriebswirt verfügt demzufolge über eine langjährige Erfahrung in der anlegerfreundlichen Analyse von Märkten, Rohstoffen und Wertpapieren. Die Märkte sind sein Zuhause - Zertifikate sind seine Leidenschaft. Seit 2010 ist er als Chefredakteur beim Zertifikate-Investor verantwortlich für die Strategien, mit denen sich entspannt ein stetiger Vermögensaufbau erzielen lässt.


 

Rechtlicher Hinweis

Diese Informationen stammen alleine vom Gastautor und müssen nicht der Einschätzung der Bank Vontobel Europe AG oder einer anderen Gesellschaft der Vontobel-Gruppe entsprechen. Die weitere Unternehmensentwicklung ebenso wie der Kursverlauf der Aktien ist von einer Vielzahl unternehmensinterner, branchenspezifischer & ökonomischer Faktoren abhängig. Jeder Anleger muss das Risiko entsprechender Kursverluste bei seinen Anlageentscheidungen mitberücksichtigen.

Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

30.09.2022 12:00:29

 
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