Neues Gesicht für den DAX®

Neues Gesicht für den DAX®

Montag, 13. September 2021Lesezeit: 3 Minuten

Der DAX® hat die größte Reform seiner Geschichte hinter sich. Der Index wurde aufgestockt und enthält fortan 40 anstatt 30 Unternehmen. Außerdem wurden die Kriterien für eine Aufnahme verschärft. Inzwischen steht fest welche 10 Unternehmen neu in den wichtigsten deutschen Aktienindex aufsteigen. Die neuen Indexmitglieder verteilen sich auf verschiedene Sektoren. Die Änderung hat zum Ziel, jüngere Unternehmen mit mehr Potenzial in den DAX® einfließen zu lassen. Außerdem soll die neue Zusammensetzung die deutsche Wirtschaft besser abbilden.

Ein Großteil der Aufsteiger galt bereits als gesetzt. Doch die letzten beiden Plätze waren bis zum Schluss umkämpft. Schließlich gewannen die beiden Unternehmen Puma und Qiagen die Plätze für sich.

Historische Entwicklung

Bei 1.163 Punkten wurde der DAX® am 1. Juli 1988 lanciert. Knapp 33 Jahre später notiert der Index bei 15.610 Punkten (Bloomberg, 08.09.2021). Der DAX® ist als Performance Index aufgesetzt. Dividenden werden automatisch in den Index mit einberechnet.

10 neue Mitglieder begrüßt

Über die Jahre hat sich die Zusammensetzung verändert. Zu Beginn hatten Banken und Chemieunternehmen eine starke Gewichtung eingenommen. Mit der Zeit setzte sich eine breite Mischung aus Automobilherstellen, Industriekonzernen und Pharmaunternehmen durch.

Bisher hatten 5 Sektoren eine Indexgewichtung von je über 10 Prozent: Industrie, Technologie, Nicht-Basiskonsumgüter, Finanzwesen und Chemie. Von den 10 neuen Mitgliedern verteilen sich 4 auf den Sektor Nicht-Basiskonsumgüter, 3 auf den Gesundheitssektor, 2 auf den Chemiesektor und schließlich 1 Unternehmen in der Industrie. Mit der Erweiterung auf 40 Indexmitglieder soll diese Breite nun ausgeweitet werden. Die folgende Übersicht stellt die einzelnen Unternehmen nochmal genauer vor:

Der erste Handelstag des DAX® mit 40 Mitgliedern ist der 20. September. Die Veränderungen werden keinen Einfluss auf den Indexstand haben, weil die Gewichtungen der Unternehmen neu berechnet werden. Konkret heisst dies, dass die einzelnen Firmen etwas weniger zum Indexstand beitragen als bisher.

Willkommene Neuerungen

Investoren begrüßen die anstehende Erweiterung. Jürgen Hackenberg, Leiter Aktien bei Union Investment, sieht diese Neuerungen als lang ersehnte Modernisierung des bedeutendsten Deutschen Aktienindex. Die Erweiterung werde es jüngeren Unternehmen mit mehr Potenzial ermöglichen, in den DAX® hineinzuwachsen. Dabei soll die neue Zusammensetzung die größte Volkswirtschaft Europas besser repräsentieren. Zudem besteht auch die Hoffnung, dass die neue Zusammensetzung auch für ausländische Investoren eine interessante Neuerung darstellt.

Anpassung der Aufnahmebedingungen

Neben den Neuzugängen wurden auch neue Indexregeln festgelegt. Potenzielle DAX®-Aufsteiger müssen in der Zukunft einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) für die letzten zwei Jahre vorweisen können. Von diesen Bedingungen ausgenommen sind bestehende Mitglieder des DAX®. Bereits aufgenommene Mitglieder müssen Jahresabschlüsse und Quartalsberichte fristgerecht einreichen und gewisse Corporate-Governance Richtlinien einhalten. Zudem findet zweimal jährlich, im März und September, eine Überprüfung der Indexmitglieder statt. Dabei wird neu anhand der Marktkapitalisierung bestimmt, ob ein Unternehmen in den Index aufsteigt oder diesen verlassen muss.

Ausgewählte Risiken

Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen bezieht sich auf mehrere Basiswerte. Damit ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals ist daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Wichtige Hinweise: Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

28.09.2021 10:18:49

 
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