SAP – Das Deutsche Software Schwergewicht

SAP – Das Deutsche Software Schwergewicht

Dienstag, 23. April 2019Lesezeit: 3 Minuten

Morgen wird Europas umsatzstärkster Softwarehersteller, SAP, sein Ergebnis für das abgelaufene 1. Quartal des Jahres 2019 vorstellen. Die Analystenerwartungen sind gemischt.

Die SAP SE, mit Sitz im baden-württembergischen Walldorf, ist der weltweit viertgrößte Softwarehersteller und bezeichnet sich selbst als den «weltweit führenden Entwickler und Anbieter von Unternehmenssoftware». Bekannt wurde das Unternehmen vor allem durch sein ehemals zentrales Produkt, eine betriebswirtschaftliche Standardsoftware. Im Kern konzentriert sich SAP auf die Entwicklung von Programmen zur Abwicklung unternehmerischer Geschäftsprozesse, wie beispielsweise Buchführung, Lagerhaltung, Controlling, Produktion, Einkauf, Vertrieb oder das Personalwesen. Darüber hinaus bietet SAP seit 2005 auch Datenbanklösungen, sowie Datawarehouses, an und entwickelt spezielle Dienstleistungen für den Finanzsektor. In letzter Zeit hat neben dem klassischen Software- und Lizenzgeschäft besonders das Cloudangebot an Bedeutung gewonnen. Inzwischen arbeiten mehr als 425.000 Kunden in mehr als 180 Ländern mit SAP-Software und Dienstleistungen.

Nach Börsenwert ist SAP das wertvollste deutsche Unternehmen, damit dies auch so bleibt, hat CEO Bill McDermott in einem Interview mit der F.A.Z. angekündigt den Wert bis 2023 verdoppeln zu wollen. Großes Potenzial bietet seiner Meinung nach, die im Vergleich zu reinen Cloudanbietern, um 90 Milliarden Euro, unterbewertete Cloud Sparte. Diese wurde auch mit den letzten Akquisitionen von Qualtrics und der Callidius Software Inc. weiter gestärkt. Laut Handelsblatt ist SAP der «am schnellsten wachsende große Datenbankanbieter mit der höchsten Nutzerzahl». Letzte Woche bestätigte Goldman Sachs die Empfehlung des Softwareherstellers: Der DAX-Konzern bleibt auf der Conviction Buy List und zählt damit zu den Top-Favoriten der Goldman-Analysten. Auch die Privatbank Berenberg bestätigte heute (23.04.2019) Ihre Kauf-Empfehlung, während Carlos Trevino, Analyst bei Santander, die Aktie auf underweight setzte. Die Analysten verweisen insbesondere auf die Relevanz des Cloud-Geschäftes und das organische Wachstum bei Selbigem und den Lizenzerlösen. Es bleibt abzuwarten, wie erfolgreich die Integration von Qualtrics verlief.

Neben einem starken Cloud-Geschäft, soll eine Steigerung der operativen Marge zu langfristigem Wachstum führen. Diese soll durch eine umfangreiche Restrukturierung verbessert werden. Eine ergriffene Maßnahme ist der Abbau von voraussichtlich 4400 Stellen, davon 1000-1200 in Deutschland. Dennoch geht Cawa Younosi, Personalchef von SAP Deutschland, davon aus, dass «wir am Ende des Jahres mehr Mitarbeiter haben werden als jetzt». Ziel ist es Personal für Wachstumsbereiche wie künstliche Intelligenz, Blockchain oder IoT-Lösungen zu gewinnen. Alle drei Bereiche können helfen bestehende Produkte zu optimieren und neue zu kreieren. Wie Thomson Reuters berichtete, soll das Geschäftsmodell des Unternehmens plattformorientierter werden.

Aktuell liegt die Marktkapitalisierung bei 123,34 Mrd. Euro, der Erzrivalen Oracle, weist eine Marktkapitalisierung von 162,73 Mrd. Euro auf, Salesforce liegt bei 105 Mrd. Euro.   

Die SAP Aktie im Überblick

Die SAP SE wird aktuell bei EUR 101,32 (23.04.2019) gehandelt. Das 52-Wochen hoch lag bei EUR 108,52 (26.09.2018), das 52-Wochen tief bei EUR 83,95 (01.03.2019). Bei Bloomberg setzen 27 Analysten die Aktie auf BUY, 8 auf HOLD und 5 Analysten auf SELL.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

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Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.
Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Rechtliche Hinweise:

Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

Allein maßgeblich sind die jeweiligen Wertpapierprospekte, die beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, kostenlos erhältlich bzw. im Internet unter zertifikate.vontobel.com zum Download verfügbar sind. Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.

15.10.2019 10:35:29

 
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