Krisengipfel zur Windenergie

Krisengipfel zur Windenergie

Dienstag, 10. September 2019Lesezeit: 3 Minuten

Obwohl der Klimaschutz immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rückt ist der Bau neuer Windräder in Deutschland fast zum Erliegen gekommen. Gerade einmal 35 Windräder wurden im ersten Halbjahr diesen Jahres errichtet.

Dabei sind Windkraftanlagen ein wichtiger Baustein für den Mix zur nachhaltigen emissionsfreien Energieerzeugung. 2018 lag der Beitrag zur deutschen Nettostromproduktion bereits bei 23,9%. Einer der größten Hersteller von Onshore-Windenergieanlagen hierzulande ist Nordex, welches außerhalb von China zu den weltweiten Top 5 der Branche zählt.

Da zuletzt die Geschäfte in Deutschland, einem der größten Absatzmärkte für Windkraftanlagen, nicht gut liefen hat sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier eingeschaltet um die hiesige Windindustrie zu unterstützen. Vor allem soll es weniger planungs- und genehmigungsrechtliche Hürden geben Führende Verbände aus der Windenergiebranche fordern einen klaren (naturschutz-)rechtlichen Rahmen sowie Ausnahmen vom Artenschutz. Bund und Länder sollen Flächen für die Nutzung ausweisen und bestehende Anlagen leichter durch neue ersetzt werden können. Aktuell gibt es, über das ganze Land verteilt, schon fast 30.000 Anlagen. Aktuell mangelt es an Flächen für neue Projekte.

Trotz der Schwierigkeiten, war laut Zahlen des Fraunhofer Instituts Windenergie im laufenden Jahr die Energiequelle mit dem größten Anteil an der öffentlichen Erzeugung. Während 2003 nur knapp 19 TWh aus der Windenergie stammten waren es im vergangenen Jahr schon 111 TWh, 2019 waren es bisher 81,18 TWh. Während letztes Jahr noch der größte Teil aus Braunkohle stammte, könnte dieses Jahr der größere Anteil der Energie von Windkraftanlagen erzeugt werden.   

Aktuell stehen laut Handelsblatt Projekte die weitere 750 MWh Leistung bringen könnten still, weil dagegen noch Klagen anhängig sind. Die Bundesregierung hat für den weiteren Ausbau klare Ziele formuliert. Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien von derzeit 38% auf 65% erhöht werden.    

Für Nordex könnte das Jahr 2020 nach drei schwachen Jahren die Wende bringen, während 2019 noch eine Art „Übergangsjahr“ sei. Trotzdem plant man in diesem Jahr dank der vollen Auftragsbücher ein Umsatz von EUR 3,25 Mrd. zu erreichen. Zuletzt konnte sich Nordex einen Großauftrag für eine schottische Windfarm sichern, diese wird eine der ersten im Vereinigten Königreich ohne Subventionen errichteten Anlagen werden. Ungefähr 45.000 Haushalte sollen von hier aus mit grüner Energie versorgt werden. Nordex‘ CSO Patxi Land deutet den Auftrag als Beweis dafür, dass die Windanlagen des Herstellers direkt mit konventionellen Energiequellen konkurrieren können. Weiterhin konnte sich Nordex einen 20-jährigen Wartungsvertrag für den Windpark sichern.

Die gute Auftragslage unddas gesteigerte öffentliche Interesse könnten Nordex auch in Zukunft zu einem erfolgreichen Geschäft verhelfen.

Die Nordex Aktie im Überblick

Die Nordex Aktie wird aktuell bei EUR 9,12 (05.09.2019) gehandelt. Das 52-Wochen Hoch lag bei EUR 15,75 (03.04.2019). Das Jahrestief lag bei EUR 7,11 (16.11.2018). Bei Bloomberg setzen 5 Analysten die Aktie auf BUY, 8 Analysten auf HOLD und ein Analyst auf SELL.

Ausgewählte Risiken:

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22.09.2019 22:23:25

 
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