RWE - Überzeugende Zahlen trotz historischem Konzernumbaus

RWE - Überzeugende Zahlen trotz historischem Konzernumbaus

Mittwoch, 14. August 2019Lesezeit: 4 Minuten

Der börsennotierte Energieversorgungskonzern mit Sitz in Essen scheint sich an die Energiewende hervorragend anzupassen. Mit mehr als 17.000 Mitarbeiter erwirtschaftete der in Europa tätige Energieversorger rund 13,4 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2018. Zusammen mit dem deutschen Energiekonzern Innogy, an dem RWE mehr als 84% der Aktien hält, gehört RWE laut Statista zu einem der fünf größten Energieversorger Europas, gemessen an der Stromabsatzmenge im Jahr 2018.

RWE bald größter Grünstrom Erzeuger Europas?

RWE-Chef Rolf Martin Schmitz betitelte bei der Präsentation der Q2 Zahlen für 2019 das eigene Unternehmen als „neue RWE, die international mit klarem Fokus auf Erneuerbare Energien und Speicher“ abzielt. Bereits Anfang des Jahres meldete RWE bei der Europäischen Kommission in Brüssel sowohl die Übernahme der erneuerbare Energien Sparte des Konkurrenten E.ON, als auch der eigenen Tochter Innogy an. Im Gegenzug trennt sich RWE von Innogys Netz- und Vertriebsgeschäft welches im Zuge des Tauschgeschäfts in die Hände von E.ON übergehen wird. Darüber hinaus wird RWE einen 16,7 prozentigen Anteil an E.ON ergattern – Ein komplexer Deal, der bereits im März 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Bisher konzentrierte sich RWEs Ökostromsparte ausschließlich auf die Grünstromerzeugung aus Wind- und Wasserkraft. Durch die Eingliederung von Innogys Ökostromprojekten wird dadurch zusätzlich der Ausbau weltweiter Solarprojekte gestärkt. Neben dem aktuellen Bau eines großen 349 Megawatt leistungsstarken Solarkraftwerks in Australien, plant Innogy darüber hinaus auch den Bau eines 50 Megawatt Projekts in Spanien. In Deutschland wird der Bau von Solarparks nur sehr bedingt möglich sein, da für größere Projekte nicht genügend Flächen zur Verfügung stehen.

RWE war in der Vergangenheit zunehmend in Kritik geraten. Umweltschützer bemängelten das Geschäft mit der Verbrennung von Braunkohle, weswegen sich RWE sehr früh zu einer radikalen „grünen Umstrukturierung“ entschieden hat. Durch die Katastrophe in Fukushima im Jahr 2011 und die von der Bundesregierung streng adjustierten Pläne des Atomausstiegs musste die RWE Aktie einiges mitmachen. Mit dem Kohleausstieg und der Neuorientierung auf zukünftige Chancen aus erneuerbaren Energien, konnte sich die Aktie seit Ende 2015 erholen und die Anlegerwelt nach und nach überzeugen.

Überzeugte Anleger – trotz radikalem Umbau

Die Umstellung auf Ökostrom ist ein langwieriger Prozess. Dennoch konnte RWE auch mit aktuellen Zahlen aus Gas- und LNG-Geschäft (Liqufied Natural Gas/Flüssigerdgas) die Anleger überraschend positiv überzeugen. Der – ohne Zurechnung der Innogy Tochter – bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebitda) konnte im ersten Halbjahr 2019 um 20 Prozent auf EUR 1,372 Mrd. zum Vorjahresvergleich erhöht werden. Vorstandsvorsitzender Schmitz freute sich über das Ergebnis: „Das operativ starke Ergebnis gibt uns Rückenwind für die nächsten Monate (…) Die werden zu den spannendsten Momenten unserer Unternehmensgeschichte gehören.“

Durch hohe Beiträge aus dem Gasgeschäft konnte RWE im ersten Halbjahr den operativen Gewinn aus dem Handelsgeschäft von zuvor EUR 101 Mio. auf EUR 434 Mio. erhöhen. Das Segment Braunkohle und Kernenergie blieb mit € 172 Mio. im Vorjahresvergleich leicht positiv. Die Dividende soll von aktuell 70 Cent auf 80 Cent je Aktie steigen.

Die Aktie im Überblick

Die RWE Aktie wird aktuell bei EUR 25,63 (14.08.2019) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei EUR 25,92 (12.08.2019), das Jahrestief bei EUR 16,78 (11.10.2018). Bei Bloomberg setzen 12 Analysten die Aktie auf BUY, 11 auf HOLD und 3 Analysten auf SELL.

Ausgewählte Risiken:

Korrelationsrisiko: Protect Multi Aktienanleihen beziehen sich auf mehrere Basiswerte, womit der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos ist, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten auch beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags in der Regel der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sogenannte Worst-of-Strukur), das heißt, dass das Risiko eines Verlustes des investierten Kapitals bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher ist als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Wichtige Hinweise:
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19.08.2019 01:13:51

 
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