Wirecard: Gekappte Shortpositionen sorgen für Aufschwung

Wirecard: Gekappte Shortpositionen sorgen für Aufschwung

Freitag, 17. Januar 2020Lesezeit: 3 Minuten

Die Aktie des deutschen Anbieters von digitalen Zahlungsdienstleistungen, Wirecard, ist seit Beginn dieser Woche wieder im Aufwind. Hedge-Fonds scheinen offenbar vorsichtiger zu werden und kappen nach und nach ihre zuvor aufgebauten Shortpositionen.

Coatue Management L.L.C. senkt seine Leerverkaufsposition

Der aus London stammende Hedge-Fonds Coatue Management L.L.C. hat seine Leerverkaufsposition, also eine Art Wette auf fallende Kurse, beim Online-Zahlungsanbieter Wirecard erneut reduziert. Coatue Management senkte demnach die Shortposition von zuvor 0,67 auf nunmehr 0,46 Prozent des Grundkapitals der Wirecard AG. Gemeldet wurde die Veränderung am 14. Januar 2020. Es ist bereits das dritte Mal in Folge, dass die Spekulanten aus London vorsichtiger bei der Wette gegen die Wirecard AG werden, denn die Position wurde zuletzt von 0,73 auf 0,67 Prozent gesenkt (Meldedatum: 9. Januar 2020). Seit Oktober letzten Jahres hatte Coatue Management zunächst die Leerverkaufs-Position bei Wirecard von 0,42 Prozent im Peak mehr als verdoppelt und ist nun wieder auf ein niedriges Niveau gefallen. Coatue Management L.L.C. hat mit 0,46 Prozent nun ebenfalls die Offenlegungsschwelle unterschritten. (Quelle: IT Times)

Rückzug als mögliche Folge aus positiver Nachrichtenlage

Der fortgesetzte Rückzug ist vor allem im Zusammenhang mit dem jüngsten Wechsel an der Aufsichtsratsspitze von Wirecard sowie der starken Entwicklung der Aktie in den letzten Tagen zu sehen. Darüber hinaus beleben die Pläne des Kreditkartenkonzerns Visa zum Kauf des Fintech-Start-ups Plaid für 5,3 Milliarden Dollar erneut die Übernahmefantasie in der Payment-Branche. (Quelle: Der Aktionär)

Wirecard steht seit geraumer Zeit wegen Vorwürfen der Bilanzmanipulation unter Beschuss. Vor allem die britische „Financial Times“ („FT“) veröffentlicht rund um das Unternehmen seit längerem kritische Berichte. Deshalb ist die Neubesetzung im Aufsichtsrat für Marktteilnehmer ein wichtiger Aspekt. Sie erhoffen sich nun mehr Transparenz. (Quelle: Focus)

Morgan Stanley erhöht die Direktbeteiligung an Wirecard

Während die Short-Seller ihre Positionen immer weiter kappen, bauen die Investoren auf der Long-Seite ihre Positionen immer weiter aus. So auch die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley: Am 2. Januar 2020 hat die Bank ihre Direktbeteiligung an der Wirecard AG von 1,25 auf 1,28 Prozent angehoben. Neben Morgan Stanley sind unter anderem Goldman Sachs, DWS, BlackRock, Citigroup und die Bank of America an dem Unternehmen beteiligt.

Die Anleger warten gespannt auf den Prüfbericht von KPMG

Um die zuvor aufgekommenen Vorwürfe wegen Bilanzmanipulation vollständig klären zu können, hat Wirecard im vergangenen Jahr eine Sonderprüfung bei den Wirtschaftsprüfern von KPMG in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse dieser Prüfung sollen spätestens am Ende des ersten Quartals feststehen und somit die Richtung für den weiteren Verlauf vorgeben.

Die Aktie im Überblick

Die Wirecard Aktie wird aktuell bei EUR 128,74 (16.01.2020) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei EUR 170,70 (25.01.2019), das Jahrestief bei EUR 86,00 (08.02.2019). Bei Bloomberg setzen 21 Analysten die Aktie auf BUY, 7 auf HOLD und 2 Analysten setzen sie auf SELL. 

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. 

Ausgewählte Risiken:

Korrelationsrisiko: Protect Multi Aktienanleihen beziehen sich auf mehrere Basiswerte, womit der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos ist, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten auch beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags in der Regel der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sogenannte Worst-of-Strukur), das heißt, dass das Risiko eines Verlustes des investierten Kapitals bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher ist als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Wichtige Hinweise: Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein
verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

30.03.2020 15:04:41

 
So wollen wir miteinander diskutieren! Beachten Sie bitte unsere Blog-Netiquette.

 

Kommentar schreiben

 

  

 

  

 

* Pflichtfelder müssen ausgefüllt werden