Mit Spin-Off Unternehmen Werte schaffen

Mit Spin-Off Unternehmen Werte schaffen
Wichtige rechtliche Hinweise

An Spin-Off-Aktivitäten können nicht nur Mutter- und Tochtergesellschaften, sondern auch Investoren partizipieren. Die Kursentwicklung der abgespaltenen Töchter, der Spin-Offs, übertraf in der Vergangenheit in vielen Fällen die ihrer Mütter. Dabei kommt dem Timing und der Stärke der Kursschwankungen eine besondere Bedeutung zu. Die Gründe für einen Spin-Off können sehr unterschiedlich ausfallen. Am Anfang steht oftmals die Auffassung des Managements, eine Unternehmenseinheit passe strategisch oder operational nicht mehr zu den anderen Geschäftsbereichen und das Unternehmen sei im Hinblick auf seine einzelnen Geschäftseinheiten nicht korrekt bewertet. Dabei wird erwartet, dass der Wert von Mutter und Tochter – in der Summe – nach einer Trennung grösser sein könnte als im Konglomerat.

Niedrigzinsen, hohe Bewertungen und verbesserte Konjunkturaussichten bilden derzeit vergleichsweise gute Rahmenbedingungen für Kapitalmarkttransaktionen. Die Zahl der Börsengänge stieg 2013 weltweit um 3%, das Emissionsvolumen sogar um 27%. Besonders dynamisch zeigte sich der US-Markt und Asien. Ernst & Young erwartet für 2014 weltweit einen deutlichen Anstieg an IPOs. Auch die globale M&A Aktivität ist von Q2/13 bis Q3/13 um 18% und auf das Jahr bezogen um 36% gestiegen.

Spin-Offs werden in jeder Marktphase durchgeführt und können - im Falle eines Erfolges - für Anleger Mehrwert generieren. Zu Beginn der Eigenständigkeit wirken die Spin-Offs jedoch zunächst "verwaist". Sie sind nicht im Fokus der Anleger. Eine relevante Analysten Berichterstattung ist noch nicht vorhanden. Professionelle Investoren, wie beispielsweise Pensionskassen, sehen sich aufgrund ihrer Anlagevorschriften teilweise gezwungen die Aktie zu verkaufen. Die Aktien der neugeschaffenen Tochter werden nicht im selben Index weiter gelisted wie ihre Mutter. Dies führt bei Indexfonds zu Verkäufen der Spin-Off-Aktie.

Allerdings belegen empirische Studien (McConnell/Ovtchinnikov, 2004; Credit Suisse, Quantitative Research, 2012), dass die abgespaltenen Unternehmensteile – die Spin-Offs – den Markt über die letzten drei Jahrzehnte outperformt haben. Spin-Offs können im ersten Handelsjahr positive und ökonomisch signifikante Überrenditen generieren. Auf annualisierter Basis waren die Überrenditen in den ersten 12 Handelsmonaten am grössten. Die Studien kommen zu dem Schluss, dass es für diversifizierte Portfolios durchaus interessant sein könnte, gezielt Spin-Offs beizumischen. Entgegen weitverbreiteter Meinung könnte eine Strategie sein, in Spin-Offs frühzeitig nach der Platzierung zu investieren und nicht einige Monate zu warten.

Anleger, die an der weltweiten Entwicklung von Spin-Offs teilhaben möchten, könnten eine Investition in das Open-End Index-Zertifikat auf den Solactive® Global Spin-Off Performance-Index in Erwägung ziehen, welches ihnen die Umsetzung ihrer Marktmeinung ermöglicht. Dieses Zertifikat bildet die Kursentwicklung der 20 Unternehmen ab, deren Spin-Off am Kürzesten zurückliegt. Das abgespaltene Unternehmen muss mindestens 30 Tage an einer öffentlich anerkannten Börse gelistet sein. Eine ordentliche Anpassung erfolgt vierteljährlich. Somit ist gewährleistet, dass Anleger immer in den jüngsten Spin-Off Unternehmen investiert sind. Unter anderem sind im Index derzeit folgende Konstituenten enthalten: AbbVie Inc., Hankook Tire Co., Kraft Foods Group Inc., Murphy USA Inc., Osram Licht AG und Pentair Ltd.

Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung globaler Spin-Off Unternehmen von einer Vielzahl unternehmerischer, volkswirtschaftlicher und politischer Faktoren abhängt. Es besteht also die Möglichkeit, dass sich die Spin-Offs und das Umfeld anders entwickeln als vom Anleger erwartet. In diesem Fall können Verluste eintreten. Darüber hinaus stellen vergangene Wertentwicklungen keinen zuverlässigen Indikator für die Zukunft dar.

 Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. der Garantin droht dem Anleger ein Geldverlust.